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Unsere Zentren für körperbehinderte Menschen in Mbour, Thies und Tivaouane

An  drei Standorten in Mbour, Thiès und Tivaouane (siehe Karte) hat der Senegalhilfe-Verein Zentren für die handwerkliche  Ausbildung von körperbehinderten Menschen gebaut und unterstützt diese weiterhin beratend und mit finanziellen Mitteln.

Hilfe zur Selbsthilfe - Existenzgründungen

Hinter der handwerklichen Ausbildung in den Behindertenzentren steht als letztes Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu vermitteln. In vielen Fällen ist es gelungen, jungen behinderten Handwerkerinnen und Handwerkern nach Abschluss ihrer Lehre eine Existenzgründung zu ermöglichen. Was dazu nötig ist, stellt der Senegalhilfe-Verein zur Verfügung. So wurden z. B. im Laufe der Jahre für mehr als 30 Schneider kleine Werkstätten eingerichtet, d.h. mit Nähmaschinen, Tischen, Stühlen und Regalen ausgestattet. Stoff, Scheren, Nähgarn  und Nadeln gehören selbstverständlich für den Anfang auch dazu. Mit ihrem in der Ausbildung erworbenen Wissen und dieser Grundausstattung ist es dann möglich, für den Lebensunterhalt zu sorgen und damit ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Auf ähnliche Weise wurde einer Friseurin und mehr als 10 Schuhmachern geholfen. Auch andere Möglichkeiten der Existenzgründungen werden genutzt: Bau und Einrichtung kleiner Verkaufskioske oder Beschaffung von Pferd und Wagen.

 

Pädagogische Aufgaben in Mbour, Thies und Tivaouane

Im Bereich der drei  Behindertenzentren werden auch pädagogische Aufgaben wahrgenommen. Dazu gehören die Hauswirtschaftsklassen und die Kindergärten. In den Hauswirtschaftsklassen erwerben junge Mädchen Kenntnisse und Fähigkeiten häuslicher Arbeit, einschließlich Gesundheits- und Ernährungslehre. Im Unterricht werden auch Fragen der Sexualethik und der Familienplanung behandelt.

Kindergärten sind auch in Senegal wichtige Einrichtungen der vorschulischen Erziehung und der Sozialisation der Kinder. Leider gibt es immer noch viel zu wenige Kindergärten. Ein Grund mehr, dass sich der Senegalhilfe-Verein auf diesem Gebiet engagiert. Die Kinder sind wie überall  in der Welt - sie wollen spielen, singen und fröhlich sein. Andererseits haben die Kindergärten einen Lehrplan, der Gaben und Fähigkeiten der Kinder entwickelt. Dazu braucht man auch in Senegal gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher. 

Die Arbeit des Senegalhilfe-Vereins wäre weder sinnvoll noch möglich, wenn die Projekte nicht von einheimischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und geleitet würden. Gerade in der Leitung der Behindertenzentren sind hervorragende Persönlichkeiten tätig, die gut qualifiziert und kompetent, selbstbewusst und kooperativ ihre Aufgaben erfüllen. Diese Erfahrungen haben dazu beigetragen, dass der Senegalhilfe-Verein ein drittes Behindertenzentrum in der Stadt Tivaouane gebaut hat. Dieses Zentrum wurde am 6. Mai 1999 eröffnet.