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Erster Rundbrief 2026

09.04.2026

                                                                                                                                                März 2026                         

Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Senegalhilfe-Vereins,

mit diesem Rundbrief möchten wir Ihnen wieder einen Einblick in wichtige Fortschritte unserer Arbeit im Senegal geben. In den vergangenen Monaten konnten mehrere Bau- und Renovierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden, die Kindern, Familien und unserem Ausbildungszentrum unmittelbar zugutekommen.

Ein besonderer Grund zur Freude ist die Fertigstellung einer neuen Schule in Tivaouane. Dort stehen nun drei weitere Klassenräume zur Verfügung, die den Kindern vor Ort deutlich bessere Lernbedingungen bieten. Mit diesem Bauprojekt wurde ein wichtiger Beitrag zur schulischen Infrastruktur geleistet und ein Ort geschaffen, an dem Unterricht künftig verlässlich und in würdigem Rahmen stattfinden kann.

Das neue Schulgebäude in Tivaouane bietet Platz für ca. 120 Schüler und Schülerinnen

Auch in Guityr konnten wir eine dringend notwendige Maßnahme umsetzen. Die Vorschule  mit 3 Klasssenräumen für ca. 120 Kinder wurde 2009 mit Unterstützung des BMZ erbaut und nach 17 Jahren Nutzung war nun eine umfassende Renovierung überfällig. Die Kosten dafür trug die Senegalhilfe-Stiftung. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Ein weiterer großer Schritt gelang in Sandiara. Dort wurde der Umfassungszaun für das etwa 6 Hektar große Gelände unseres Ausbildungszentrums fertiggestellt. Mit einer Länge von rund 750 Metern bildet er nun einen wichtigen Schutz für das Gelände, die Einrichtungen und die landwirtschaftlichen Aktivitäten vor Ort. Gerade für die weitere Entwicklung des Zentrums ist diese Sicherung von großer Bedeutung.

Darüber hinaus wurden in Sandiara mehrere Renovierungsarbeiten durchgeführt. Sowohl der Rinderstall als auch der Hühnerstall wurden Instand gesetzt und verbessert. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Bedingungen für Tierhaltung, Ausbildung und praktische Arbeit im Zentrum nachhaltig zu stärken.

Besonders froh sind wir darüber, dass sich Eckhard Vogel mit großem Engagement um Sandiara kümmert. Als erfahrener Fachmann bringt er seine langjährige Kompetenz in der Berufsbildung im Gartenbau sowie seine umfassende Projekterfahrung in die Weiterentwicklung des Standortes ein. Sein Einsatz, seine Sachkenntnis und seine enge Begleitung der Arbeiten vor Ort sind für uns eine wertvolle Unterstützung und geben wichtige Impulse für die Zukunft von Sandiara.

Auf der nachfolgenden Seite stellt sich Eckhard Vogel vor und erläutert die geplanten Maßnahmen.

All diese Fortschritte wären ohne Ihr Engagement nicht möglich gewesen. Jede Spende, jede Patenschaft und jeder Beitrag hilft, den Menschen vor Ort echte Perspektiven zu eröffnen. Dafür sagen wir von Herzen Danke!

Mit herzlichen Grüßen

Im Namen des Vorstandsteams des Senegalhilfe-Vereins

Ihre

Kordula Maier               

(Vorsitzende Senegalhilfe-Verein e.V.)

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Liebe Mitglieder, Freunde und Freundinnen des Senegalhilfe-Vereins

und der Senegalhilfe-Stiftung,

ich möchte Ihnen heute als neues Vereins- und Stiftungsmitglied meine bisherigen Tätigkeiten im Senegal vorstellen und Sie an meinen Zukunftsplanungen teilhaben lassen.

Zunächst möchte ich mich in gebotener Kürze vorstellen:

Mein Name ist Eckhard Vogel. Bereits im Jahr 1979 bereiste ich erstmals den afrikanischen Kontinent, mit dem Zug von Deutschland nach Marokko und später erstmals mit dem Flugzeug in das westafrikanische Gambia. Diese erste Reise weckte meine lebenslange Affinität für diesen Teil der Welt. Mein Interesse an Afrika mündete in den 1980er Jahren in einen Arbeitsvertrag als Entwicklungshelfer des Deutschen Entwicklungsdienstes in Burkina-Faso (ehemals Obervolta) und anschließend in der Republik Togo. Weitere Aufenthalte in Ghana, Benin, Kenia aber auch in Tunesien und Ägypten trugen bereits in der Vergangenheit zu meinem Verständnis für die afrikanischen Kulturen bei.

Meine Kenntnisse in der Berufsbildung im Gartenbau und meine spätere, über 30 Jahre andauernde Lehrtätigkeit an der Berufsbildenden Schule (BBS) des DLR Neustadt, sowie meine langjährige Erfahrung als Ortsbürgermeister meiner Heimatgemeinde Frankenstein und als erster Beigeordneter unserer ehemaligen Verbandsgemeinde Hochspeyer, möchte ich nunmehr in den Dienst der Menschen im Senegal stellen.

Der Senegalhilfe-Verein und die Senegalhilfe-Stiftung nahmen mich von Anfang an sehr freundschaftlich in ihren Kreisen auf. Besonderen Dank schulde ich der Vorsitzenden der Stiftung und Gründerin des Vereins, Frau Doris Racké und der Präsidentin des Vereins, Frau Kordula Maier und ihrer Vorgängerin, Frau Cordula Eckenfels.

Das Gelände des Landwirtschaftlichen Ausbildungszentrums in Sandiara

Mein erster Arbeitsaufenthalt im Senegal erfolgte Anfang des Jahres 2025. Hierbei konnte ich mir ein Bild von den vielfältigen Tätigkeiten des Vereins machen. Der überaus positive Eindruck des Engagements unserer Mitglieder, die gut geführten Patenschaften und die engagierten Projekt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter im Senegal verstärkten in mir den Eindruck hier etwas bewegen zu können. Erste Besuche im Landwirtschaftszentrum Sandiara mündeten schließlich in die Vorstellung des Aufbaus einer nachhaltigen und ökologisch sinnvollen Aufgabenerweiterung vor Ort. Dabei galt und gilt mein Augenmerk stets der Reflexion gemeinsam mit unseren Partnern im Senegal.

Zum Ende der Regenzeit im Oktober 2025 verschaffte ich mir einen zweiten Überblick über mögliche Projektergänzungen in Sandiara. Auch der Aufbau eines Arboretums auf dem Gelände scheint sehr sinnvoll. Dies insbesondere im Hinblick auf die Auswahl klimaresistenter Baumarten für die ariden Klimate des Senegals, zu Demonstrations- und Schulungszwecken.

Bei meinem letzten Aufenthalt im Februar und März 2026 beriet und begleitete mich auch der ehemalige Referatsleiter im Umweltministerium, Herr Matthias Schneider. Nicht nur in Sachen Herdenmanagement und Tiergesundheit setzte sich damit unsere seit Jahren bewährte und geschätzte Zusammenarbeit fort.   

Die züchterische Entwicklung von kleinen Wiederkäuern im Hinblick auf Krankheits- und Parasitenresistenz, deren Fertilität, des Laktationsvermögens und allgemein der tierischen Gesundheit, der Fütterung, der Pflege, des Herdenmanagements und vor allem auch des Umgangs mit den Tieren sollen künftig im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit den Menschen im Zentrum stehen. Neben der Haltung und Zucht von kleinen Wiederkäuern geriet auch die Haltung und Zucht des im Senegal beheimateten Straußes in unseren Fokus. Deshalb wollen wir ab Oktober, parallel zu den Schafen, auch zwei Zuchtgruppen mit den zwischen 63 und 140kg schweren Tieren integrieren. Die genetisch vorhandene Klimaresilienz der afrikanischen Strauße, ihre wohlschmeckenden Eier, das fettarme Fleisch, Leder und letztlich sogar ihrer begehrten Federn lassen Strauße als Zuchttiere mit erheblichem Vermarktungspotential definieren.

Zunächst muss jedoch die für alle Tierarten notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Die Zaunanlage muss aufgebaut, Schutz- und Unterstellmöglichkeiten integriert, Tränken und Futterstellen gebaut sowie Fang- und Behandlungsareale ausgewiesen werden

Lage-Besprechung:  Mbaye Ly (Leiter des Ausbildungszentrums), Eckhard Vogel (Projektleiter), Jaques (Ausbilder), Doris Racké (Ehrenpräsidentin SHV)

 All diese Vorhaben in Sandiara können jedoch nur mit Ihrer Hilfe und Ihrer Bereitschaft zur Unterstützung unserer Tätigkeiten erfolgen. Andere Tätigkeiten von anderen Mitgliedern, ob in den Schulen, den Kindergärten, den Behindertenzentren oder den Patenschaften stehen dabei nicht in Konkurrenz. Wir arbeiten gemeinsam mit Ihnen, liebe Mitglieder und Freunde / Freundinnen des Vereins und der Stiftung, für ein menschenwürdigeres Leben im Senegal. Ohne Ihre Zuwendungen und Ihre Mitgliedschaft könnten wir unsere nachhaltigen Entwicklungsziele nicht verfolgen.

Ich würde mich freuen, wenn mein kleiner Bericht auf Ihr Interesse gestoßen ist. Für Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einer der nächsten Mitgliederversammlungen. Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerszeit und viel Zuversicht auch an denkwürdigen Tagen.

Ihr

Eckhard Vogel