Rundbrief
24.11.2025

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
mein Name ist Kordula Maier und ich begrüße Sie ganz herzlich als neu gewählte Präsidentin des Senegalhilfe-Vereins. Ich möchte mich in diesem Rundbrief kurz vorstellen:
Im Januar 2005 reiste ich mit Doris Racké, Karl-Heinz Beck und weiteren Mitgliedern das erste Mal zu einem Arbeitsaufenthalt in den Senegal. Dieser Aufenthalt prägte mich sehr und motivierte mich darüber hinaus, die Vereinsarbeit aktiv zu unterstützen. Besonders bewegte mich wie groß die Not der Menschen mit Behinderungen ist und dass der Senegalhilfe-Verein gerade für diese Menschen eine positive Perspektive durch verschiedene Unterstützungsmaßnahmen schaffen konnte. Der Verein hilft bei der Berufsausbildung und bei Existenzgründungen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Bereich Bildung. Hier war ich über einen Zeitraum von 10 Jahren für den Neubau von Schulen zuständig. Um Fördermittel vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe zu erhalten, stellte ich die notwendigen Anträge und koordinierte die Projekte von Deutschland aus und vor Ort.
Über einen Zeitraum von ebenfalls 10 Jahren war ich Vorstandsmitglied und konnte die Vereinsarbeit von innen kennenlernen. Durch meine regelmäßigen Reisen in den Senegal (ca. 35 Arbeitsaufenthalte) kenne ich alle Projekte und auch die Personen, mit denen wir im Senegal zusammenarbeiten.
Nun bin ich Vorsitzende und freue mich besonders, dass der neue Vorstand vom Alter her breit aufgestellt ist. Er setzt sich zusammen aus älteren, erfahrenen und neuen, jüngeren Mitgliedern. Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass wir mit dieser Mannschaft die Ziele des Vereins “Hilfe zur Selbsthilfe“ umsetzen können und damit das Wirken der Vereinsgründerin und Ehrenvorsitzenden Doris Racké in Zukunft erfolgreich fortsetzen können.
Aktuelle Projekte

Derzeit baut der Verein eine Schule mit drei Klassenräumen in Tivaouane, etwa 80 km von unserem Hauptquartier in Mbour entfernt. Schon jetzt sind die Kommunalbehörden, Lehrer und Eltern auf das neue Schulgebäude sehr gespannt – es wird dringend gebraucht, weil zu wenig Klassenräume zur Verfügung stehen. Zur Zeit werden zwischen 70 und 100 Kinder in einem Klassenraum unterrichtet. Durch den Neubau wird sich die Situation deutlich verbessern.
Eine große Herausforderung ist die Organisation und Verwaltung von 120 Patenschaften. Verantwortlich für diese Tätigkeit sind Annika Fischer, Rita Kühle und Karin Wüst. Im Moment sind wir dabei, die Abläufe und die Verwaltung mit Hilfe von Digitalisierung transparenter und weniger arbeitsaufwendig zu gestalten.
Im Januar wurde in unserem Landwirtschaftlichen Ausbildungszentrum in Sandiara eine dieselmotorbetriebene Tiefbrunnenpumpe durch eine elektrische Pumpe ersetzt. Die neue Pumpe wird mit Strom von einer Photovoltaikanlage angetrieben. Mittels dieser Maßnahme wird das Wasser jetzt umweltfreundlich gefördert und außerdem fallen keine Kosten mehr für Dieselkraftstoff an.

Ausblick
Das Vorstandsmitglied Eckhard Vogel plant eine Projekterweiterung in 2026. Den Auszubildenden soll dabei der Aufbau einer Zuchtstation für kleine Wiederkäuer, der tiergerechten Umgang mit Ziegen und Schafen, die Ernährung dieser Tiere sowie veterinärmedizinische Grundlagen der Tierzucht vermittelt werden. Parallel dazu ist der Aufbau eines Arboretums vorgesehen. Vorwiegend im Senegal endemische Bäume werden dabei auf ihre Eignung als klimaresistente Zukunftsbäume getestet und die Ergebnisse des geplanten Langzeitprojektes an die Auszubildenden weitergegeben. So können künftig dörfliche Anpflanzungsinitiativen auf deren Erkenntnisse zurückgreifen.
Um die Projekte im Senegal optimal zu begleiten, sind weitere Arbeitseinsätze vor Ort geplant: Im Januar reise ich mit einer Gruppe für 6 Wochen in den Senegal, danach übernehmen Doris Racké, Eckhard Vogel und weitere Mitreisende für 3 Wochen die Organisation der geplanten Maßnahmen. Im Mai koordiniert Annika Fischer (2. Vorsitzende) mit ihrem Team dann die anfallenden Arbeiten im Bereich „Patenschaften“.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen Vereinsmitgliedern meinen Dank aussprechen, die diese Arbeit ehrenamtlich leisten.
Im Namen des Vorstands bedanke ich mich für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im abgelaufenen Jahr. Ihre Rückmeldungen und Anregungen sind stets willkommen und bereichern unsere Arbeit. Bitte bleiben Sie an unserer Seite.
Ich grüße Sie ganz herzlich und wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit und alles Gute im neuen Jahr!
Ihre

Kordula Maier
Präsidentin des Senegalhilfe-Vereins e.V.
P.S.: Der Senegalhilfe-Verein ist mit einem Stand auf dem Kulturmarkt in Kaiserslautern vertreten.
